Die Stimmen der Dummheit

Die Stimmen der Dummheit

Jeder möchte gern authentisch bleiben, sich nicht verbiegen und zu sich, seinen Werten und Einstellungen stehen. Das ist gut und richtig, schützt es doch vor psychischen Deformationen.

Und so bleibt der deutsche Michel bei dem, was er schon immer am besten konnte, er bleibt ein Mitläufer ohne Gehirn. Der Rattenfänger hatte in Deutschland schon immer leichte Beute.

Deswegen braucht sich auch keiner über die Ergebnisse der hessischen Kommunalwahlen aufzuregen. Sie sind psychologisch und soziologisch erklärbar. Wut, Enttäuschung, Verzweiflung, Angst und Unsicherheit müssen sich schließlich irgendwo entladen, und die AfD nimmt sich der Sorgen der Bürger gerne an.

Moment mal, höre ich jetzt, mit nur einem Slogan? Zuerst gegen den Euro, heute gegen Asylanten? Ja, genau. Denn die clevere Frauke hat erkannt, zuviel darf dem deutschen Michel nicht zugemutet werden, sonst wird er intellektuell und emotional überfordert.

Mitläufertum braucht kein umfangreiches Wissen, nur einen Köder und einen Kanal, in den die negativen Emotionen des deutschen Michel abgeleitet werden.

Das ist das Erfolgrezept der AfD. Einfach, clever, simpel, so wie der deutsche Michel eben tickt.

Die Stimmen der Dummheit lassen sich so leicht einfangen. Mit platten Parolen und  Charisma waren schon der Adolf und später Jörg Haider in Österreich erfolgreich.

Und so reiben sich die intellektuellen Welterklärer mit ihren komplizierten Wahrheiten wieder mal erstaunt die Augen.

Und die AfD nimmt den deutschen Michel an die Hand und führt ihn in ein braunes Land.

Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, wir kommen. Die Stimmen der Dummheit sind uns sicher und keiner hält uns auf.

So einfach ist Politik in Deutschland wieder geworden.

Danke, dummer deutscher Michel.

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