Mein lieber Herr Erdogan…

Mein lieber Herr Erdogan…

So, jetzt mal Butter bei de Fische. Da dreschen Sie mit der juristischen Keule auf den kleinen Herrn Böhmermann ein, weil der Sie in Ihrer Ehre beleidigt haben soll. Sie und Ehre? Das verstehe ich nicht, aber egal. Sie haben ja die Rauten- Merkel, und es muss Ihnen doch wie Butter den Arsch entlang laufen, wie tief diese sich vor Ihnen bückt. Ja, das lieben Sie, den Kotau vor Ihnen.

Sie meinen, Sie haben Eier in der Hose, weil Sie sich wehren? Falsch gedacht, Sie wirken nur peinlich und gar nicht souverän.

Clever sind Sie jedenfalls. Auf die Idee, einen Spezialparagraphen des deutschen Strafrechtes zu nutzen, der weniger als 200 Menschen weltweit vor Beleidigung schützt, 200 von mehr als 6 Milliarden, auf die Idee muss man erst mal kommen.

Nur wissen Sie, was mich als Satiriker irritiert? Was darf ich jetzt noch schreiben, in Deutschland, wo doch der Artikel 5 unseres Grundgesetzes gilt?  Denn, wenn Sie es schaffen, diesen Artikel auszuhebeln, schaffen Sie einen gefährlichen Präzendenzfall. Wer weiß, wer sich noch alles beleidigt fühlt durch die satirischen Ergüsse aus meiner Feder, äh, das Tippen auf Tasten meines Computers?

Wenn ich jetzt schreibe, Ihr Freund Alijew aus Aserbaidshan mag das Christentum nicht und deshalb marschieren seine Truppen in Armenien ein, vielleicht fühlt der sich dann auch beleidigt. Denn Armenien ist immerhin das Land, in dem das Christentum am längsten Staatsreligion ist, immerhin schon seit 484.

Also, was darf ich denn satirisch noch durch den Kakao ziehen? Wie bitte? Ah, verstehe, Sie meinen den Grantel-Horst aus Bayern. Ach wissen Sie, das macht langsam keinen Spaß mehr, wirkt ausgelutscht und leer. Sie meinen die Rauten-Merkel? Wirkt auch langsam öde.

Nun, Sie sind ein cleverer Typ und haben bei mir ein wenig gestöbert und sind auf die Aliens gestoßen. Stimmt, humoristische Sci-Fi schreibe ich auch, ebenso wie Thriller und Mystery. Hat ja auch was mit Politik zu tun, gelle?

Nur, mal unter uns Männern, mein lieber Recep, es macht doch viel mehr Spaß, Satire zu realen Geschehnissen zu verfassen. Und wer bietet bessere Vorlagen als Politiker, das wissen Sie doch am Besten.

Und nun zeigen Sie mal, dass Sie Eier in der Hose haben und reichen dem geprügelten Böhmermann die Hand zur Versöhnung. Dann gelten Sie in Deutschland auch als echter Mann!

Und ich werde weiterhin Satire schreiben, über Sie und Ihresgleichen, den Wahnsinn der Welt und alles das, was sonst noch passiert. Denn der Artikel 5 des Grundgesetzes wird, so hoffe ich, noch lange bestehen bleiben.

Mit satirischen Grüßen aus Berlin, doch nicht aus dem Kanzleramt

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